Freunde der Serviten Amici dei Servi di Maria
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Festpredigt Kardinal Schönborn

Festpredigt von hw. Herrn Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn, anl. des Jubiläums 350 Jahre Wallfahrt Mariahilfberg Gutensten, am 27.05.2018
(Abschrift der Tonaufnahme Radio Maria)

 

Gelobt, sei Jesus Christus, in Ewigkeit! Amen.

 

Liebe Gläubige, liebe Pilgerinnen und liebe Pilger!

 

Sie brauchen keine Angst haben, dass ich Sie jetzt abkanzeln werde! Wir sind es nicht mehr gewohnt, dass von der Kanzel gepredigt wird, aber heute kann ich Sie so besser sehen und Sie sogar auch mich.

 

Lieber P. Provinzial, liebe Mitbrüder Serviten, lieber Bischofsvikar P. Petrus, lieber Herr Dechant, liebe Familie Hoyos, liebe Ehrengäste dieses Jubiläums, liebe Hörerinnen und Hörer von Radio Maria diejetzt mit uns verbunden sind im Gebet, im Hören auf das Wort Gottes.

 

Keinersonst, Keinersonst, haben wir eben in der der Lesung aus dem Buch Deuteronumium gehört. Er ist Gott, keiner sonst! Jahwe, ist der Gott im Himmel drobenund auf der Erde unten. Er allein, Er allein, keiner sonst!

 

Nun feiern wir heute den Sonntag der heiligsten Dreifaltigkeit. Und wir sagen: „Jesus ist Gott, und der Hl. Geist ist Gott.“ Wie geht das zusammen? Jahwe, keiner sonst! Jesus, Sohn Gottes, der Hl. Geist, die dritte, göttliche Person. Der Glaube, an die heiligste Dreifaltigkeit, ist das HERZ unseres Glaubens! Jesus,hat den Auftrag gegeben, tauft sie: Im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Hl. Geistes! Tauft sie, im Namen, nicht in den Namen, sondern im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes! Wir alle, ich vermute, wir alle hier, sind getauft, oder auf dem Weg zur Taufe. Wir sind getauft, auf den Namen des dreifaltigen Gottes! Brüder und Schwestern, das ist nicht selbstverständlich!

 

Jesus,ist verurteilt worden! Warum? Weil die Autoritäten in Jerusalem gesagt haben, die religiösen Autoritäten des damaligen Judentums: „Du machst Dich selbst zu Gott!“ „Das ist Gotteslästerung und deshalb musst Du sterben!“ Und Jesus ist gestorben, nicht als Rebell, sondern als Gotteslästerer! Und Paulus, von dem wir ein wunderbares Wort, aus dem Römerbrief gehört haben, Paulus, hat diese Sekte, diese Anhänger des Jesus von Nazareth, bis aufs Blut verfolgt, weil er gesagt hat: „Das ist Gotteslästerung!“ Keiner sonst! Er ist Einer, nicht Drei!

 

Das unterscheidet uns bis heute vom jüdischen Glauben, der trotzdem unsere Wurzel ist! Ich hatte einen Professor für Neues Testament, P. Paul Dreifüss, Dreifüss ein typisch jüdischer Name. Er war Jude, gläubiger Jude und hat als erwachsener, junger Mann, eine tiefe Erfahrung von Jesus gemacht, und hat sich taufen lassen, und ist Christ geworden, und dann Dominikaner und Priester. Und der hat zu uns Studenten gesagt: „Ihr könnt euch nicht vorstellen, was das bedeutet, für einen gläubigen Juden, Jesus als den Sohn Gottes anzunehmen, ihr könnt euch das nicht vorstellen! Keiner sonst, das ist bei uns so tief im Herzen: „Höre Israel, Dein Gott ist EINER!“ Das ist das Urbekenntnis des jüdischen Glaubens und es ist unser Bekenntnis!

 

Wir glauben nicht an drei Götter, wir glauben an einen Gott: Vater, Sohn und Hl. Geist! Unsere muslimischen Mitbrüder, die nicht weniger werden, sondern eher mehr, haben genau diesen Punkt als Kritik am Christentum: „Ihr, glaubt an drei Götter, das geht nicht!“

 

Ich freue mich immer, wenn Kinder quengeln in der Kirche, das ist wunderbar! Papst Franziskus, hat neulich gesagt, in einer Pfarre in Rom, da hat ein Kind gequengelt, und dann hat er gesagt: „Wenn es jemanden stört, dann soll er rausgehen!“ Also Kinder, müssen nicht hinausgehen, aber Leute,die sich daran stören, dass Kinder da sind, die sollen lieber hinausgehen.

 

Ja, das stört unsere muslimischen Mitbrüder: „Wie könnt ihr, an drei Götter glauben?“ Brüder und Schwestern, ich werde jetzt nicht eine Vorlesung halten, über die heilige Dreifaltigkeit, obwohl ich als Professor der Theologie, das mit besonderer Freude, immer gemacht habe, das ist das SCHÖNSTE!! Es ist das Geheimnis unseres Glaubens, das OH BEATA DRINITAS, OH SELIGE DREIFALTIGKEIT! LUX, BEATA DRINITAS, beten wir am Sonntag, in der Vesper im Stundengebet. OH LICHT, HEILIGSTE DREIFALTIGKEIT!

 

Aber, ich möchte, mit Ihnen, auf Maria schauen, und ich möchte mit Ihnen, auf den Hochaltar schauen. Denn, wenn man ein bisschen genauer hinschaut, und sich nicht vom Gold blenden lässt, dann sieht man eigentlich eine Katechese über die heiligste Dreifaltigkeit und in deren Mitte Maria. Sie haben es gesehen, man sieht es vielleicht, ganz oben Gott Vater, die Gestalt des Schöpfers. Gott Vater, der über Allem ist und Alles ist von Ihm. Er ist die Quelle und der Ursprung. Er ist Gott der Vater und der Schöpfer. Und von Ihm aus, geht die Taube der Hl. Geist! Denn der Vater, hat den Sohn gesandt, dass Er, durch den Hl. Geist, in Maria Mensch wird. Mensch geworden ist Er bei uns. Der Altar, ist ganz auf Christus konzentriert, denn Christus ist die Mitte des Altars. Das Kreuz, erinnert uns daran, dass Jesus, für uns gestorben ist! Er, hat sein Leben für uns gegeben,so sehr hat Gott Vater, die Welt geliebt, dass er seinen Sohn, für sie hingegeben hat. Seinen, geliebten Sohn! Alles, hat er uns gegeben, durch Ihn, in Ihm, mit Ihm! Und dass, das nicht Vergangenheit ist, daran erinnert uns der Tabernakel! ICH BIN BEI EUCH, ALLE TAGE, BIS ANS ENDE DER WELT! Jesus, ist bei uns, in der Eucharistie, im Tabernakel, auf dem Altar, bei jeder Hl. Messe, in der Kommunion, die  wir empfangen! Ich war nackt, Du hast mich bekleidet, ich war heimatlos, Du hast mich aufgenommen! Jesus, ist bei uns, aber in der Mitte des Altares ist das GNADENBILD!! Das Bild, am Baum, um das diese Wallfahrt entstanden ist! Maria, ist gewissermaßen im HERZEN DER DREIFALTIGKEIT, sie ist die, die der Vater erwählt hat, die MUTTER SEINES SOHNES zu werden! Sie ist die, die der Hl. Geist überschattet hat, damit sie Mutter Jesu wird, sie ist die Mutter des Erlösers, so ist sie zu Recht, in der Mitte der Dreifaltigkeit.

 

Brüder und Schwestern, damit bin ich schon fast am Ende angelangt, das ist jetzt mein dritter Punkt. Der erste Punkt, war der Erste, dann war der Zweite und jetzt kommt der Dritte Punkt, der uns betrifft!

 

Das, was Paulus uns gesagt hat, in der Lesung in diesen wunderbaren Worten: „ Alle, die sich vom Geist leiten lassen, sind Söhne und Töchter Gottes, Kinder Gottes!“. Alle, die sich vom Geist leiten lassen, sind Kinder Gottes, Söhne und Töchter Gottes!“ Das heißt, wir sind nicht mehr Fremde, Gott ist nicht der Ferne, Fremde. Wir sind mit Gott ganz vertraut,so wie ein Sohn mit dem Vater vertraut ist, sowie die Kinder mit den Eltern vertraut sind, so, sind wir mit Gott vertraut und deshalb haben wir den Geist empfangen, der uns zu Söhnen und Töchtern Gottes macht, zu Kindern Gottes. Und deshalb, rufen wir zu Gott nicht, der Ferne, der Unnahbare, sondern wir sagen zu ihm Aba, Vater, Vater unser, das Gewaltige, das Größte, was uns über Gott gesagt werden kann, ist das VATER UNSER! Was heißt das, dass wir Zugang haben zu Gott? Das heißt noch mehr, der Geist, bezeugt unserem Geist, wir sind nicht mehr Fremde, wir sind Kinder Gottes! Aber, was heißt das? Das, bedeutet sehr viel, wenn wir Kinder sind, sagt Paulus, dann sind wir auch Erben. Erben, das heißt, das ganze Leben Gottes, ist uns als Erbe zugedacht! Wir, dürfen GOTT erben! Gott, stirbt nicht, so dass wir im Testament bedacht werden, sondern er lebt und wir leben durch ihn, als Erben Gottes und Miterben Christi! Dann, fügt Paulus, freilich noch ein kleines Wort hinzu: „Wenn wir mit IHM LEIDEN, um auch mit IHM, verherrlicht zu werden!“ „Kinder Gottes, Erben Christi, vertraut mit dem Vater!“ Aber, das heißt, mit IHM zusammen, JA sagen zum Kreuz, damit wir auch Anteil bekommen, an der AUFERSTEHUNG!!

 

Und jetzt, Brüder und Schwestern, geschieht das,was mit Maria geschehen ist, auf diesem Altar, plötzlich sind wir auch mitten drinnen. Wir sind nicht mehr Fremde, hier Gott und hier wir, hier der Himmel und hier die Erde, sondern wir sind mitten drin, das ist das Geheimnis der Dreifaltigkeit! Unser Platz, oder wie Paulus sagt: „Unsere Heimat ist Gott!“ Und ich schließe mit einem Wort, dass ich vor zehn Tagen, neun Tagen, in Augsburg gesagt habe, beim Sudetendeutschen Tag. Ich bin auch ein Heimatvertriebener, ich war nur neun Monate alt bei der Flucht. Und, da habe ich in meiner Ansprache an die Sudetendeutschen Landsleute, die alle ihre Heimat verloren haben, oderdie Kinder der Heimatvertriebenen sindgesagt: „Der Glaube, ist die Heimat, hinter der verlorenen Heimat!“ „Der Glaube, ist uns Heimat, selbst wenn wir Alles verlieren, das, war die Erfahrung vieler Heimatvertriebener!“ „Selbst, wenn wir Alles verlieren, im Glauben, haben wir Heimat!“

 

Und das sagt uns das Fest der Hl. Dreifaltigkeit, in Gott, haben wir Heimat, im Glauben, an den lebendigen Gott, haben wir Heimat!

 

Ehre, sei dem Vater, und dem Sohn und dem Hl. Geist.

 

Amen.

350 Jahre Wallfahrt Mariahilfberg Gutenstein

Ankündigungskarte

Festabzeichen

Gedenk- und Ehrenmedaille

 

 

Nachstehend finden Sie die Statuten der Gedenk- und Ehrenmedaille "Heiliger Peregrin" zum Lesen oder Abspeichern.

 

Auch die Pilgerkarte kann lokal abgespeichert und gedruckt werden. Sie dient der Sammlung von Bezugspunkten der Verehrung, welche besucht wurden. Ab dem ersten Besuch kann eine Medaille beantragt werden.

„Heiliger Peregrin“

 

Statuten der Gedenk- und Ehrenmedaille "Heiliger Peregrin"
Statut heiliger Peregrin.pdf
PDF-Dokument [598.7 KB]
Pilgerkarte
EZ Info und Antrag.pdf
PDF-Dokument [414.8 KB]
Verleihungsurkunde - Muster
Verleihungsurkunde Muster.jpg
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