Freunde der Serviten Amici dei Servi di Maria
Freunde der ServitenAmici dei Servi di Maria

Ratolest Sommer 2015

Liebe Freunde, liebe Wallfahrer,

 

jetzt hat wieder die Reisezeit begonnen. Viele Menschen fahren in den Urlaub oder in die Ferien, um sich zu erholen und neue Kräfte zu sammeln. Es gibt aber auch viele Menschen, die nach Europa kommen, weil sie ihre Heimat verlassen müssen, um ihr Leben und ihre Familie zu retten. Wir erleben derzeit die größte Fluchtbewegung der Geschichte, ca.  60 Millionen Flüchtlinge, davon fast die Hälfte Kinder, suchen Hilfe in Nachbarländern, 6.7 Millionen sind in Europa gestrandet.

 

Nur mehr wenige von uns  können sich noch an Zeiten erinnern, als es etwa nach dem Ende des 2. Weltkrieges Vertreibungen und Verfolgungen  gegeben hat, deren Wunden noch immer nicht ganz verheilt sind.   Flucht ist ein schweres Los, wir möchten es niemandem wünschen. Die Politik und auch die kirchlichen Organisationen sind überfordert oder wissen nicht, wie hier geholfen werden kann. Solidarität und Hilfsbereitschaft gibt es, aber das Flüchtlingsproblem fordert alle heraus zu handeln. 4/5. der Asylwerber kommen aus Kriegsgebieten. Wann wird dort wieder Friede und Sicherheit sein? Papst Franziskus erinnert, dass es sich nicht um Zahlen, sondern um Menschen handelt, die zu uns kommen.

 

Mitarbeiter des SOS Kinderdorfes in Tirol haben ein Boot gebaut und darauf Bilder und Texte von 450 Kindern befestigt. Da kann man lesen:  „Hoffentlich sehe ich meine Mutter wieder? Werde ich diese Fahrt überleben? Werde ich in einem anderen Land in Frieden leben? Wo ist Mama? ...“  Auch in Tschechien haben sich Kinder mit dem Thema Flucht beschäftigt und in einem Malwettbewerb bereits mehr als hundert Bilder gemalt zum biblischen Thema der „Flucht der hl. Familie nach Ägypten.“ Es wird dies auch ein Thema sein beim internationalen Symposium am Sa. dem 19. September in Vranov. Kinder fühlen das Problem oft stärker als wir Erwachsene.

 

Dazu eine Geschichte: Die Schafhirten in der australischen Steppe überlegten, was könnten sie tun, damit sich die Schafe in der weiten Steppe  nicht verlaufen? Sollten sie einen Zaun bauen? Aber der müsste dann viele km lang sein, viele Pfosten und Bretter  benötigen. Da hatten sie eine andere Idee: bauen wir doch statt eines  Zaunes einen Brunnen und die Schafe werden immer wieder zum Wasser kommen. Das war die Lösung.

 

So wünsche  ich allen im eigenen Namen, aber auch namens der Servitenfamilie und des Instituts für christliche Kultur in  Tschechien einen erholsamen Sommer und eine gute Heimkehr. Auf Wiedersehn bei der nächsten Monats- Wallfahrt am 1. August in Hluboke Masuvky und beim Herbst- Treffen in Frain /Thaya.

                                                    Ihr P. Gerhard M. Walder

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